Upcoming: Communardo Trendforum Stuttgart (und die Zukunft von #e20 aka #socialbusiness)

Heute abend steht das Communardo Trendforum auf dem Programm, sehr reizvoll, ja, auch wenn ich im Moment unsicher bin ob ich es da hinschaffe bzw. guten Gewissens hingehen darf (ich habe mir eine extrem unangenehme Mittelohrentzündung von der Lotusphere mitgebracht und will niemanden anstecken …). Evtl. wäre es besser den Abend bei einem Kamillentee im virtuellen IBM Social Business Jam zu verbringen? Mal sehen, im Zweifel halte ich mich an Klaus Birks Motto “Wir können alles, außer was dafür!” und gehe doch hin, zumal man als Freiberufler eh niemals krank sein darf ist.

Ist Enterprise 2.0 ein ernstzunehmendes Thema oder nur eine neue Modeerscheinung? Zeigt die jüngste WikiLeaks Affäre das Versagen von Vernetzung und Transparenz auf? Steigern Social Intranets, Wikis, Blogs etc. tatsächlich die Produktivität?  Welche Rolle spielen Compliance, Führungsfunktionen, Unternehmenskommunikation und Zusammenarbeit dabei? Muss jeder alles wissen?

Das Communardo Trendforum Stuttgart bietet für diese und weitere Fragen eine Diskussions- und Austauschplattform für Führungskräfte sowie verantwortliche Entscheider aus den Bereichen, Intranet, Unternehmenskommunikation, Organisationsentwicklung und Wissensmanagement zu aktuellen, wichtigen Themen rund um die Optimierung von Kommunikationsprozessen und Team Collaboration in Unternehmen.

Das Oberthema “Prozess-(R)evolution im Enterprise 2.0″ ist natürlich spannend und offen genug gehalten um spannende Diskussionen anzustoßen – ich würde denn auch gleich den Titel anders formulieren und mit Prozess-(R)evolution durch Enterprise 2.0 antreten. Ganz im Sinne des Enterprise 2.0 als Vehikel und flankierende Maßnahme für die Umsetzung (ohnehin notwendigen) organisationalen Wandels. Ja, das habe ich auch schon mehrmals diskutiert, ua. hier “One word as a focal point for change – Collaboration“ und hier “Cultural change and developing collaboration capabilities“.

Wenn am Ende des Abends gehaltvolle Gespräche über die Zukunft der Idee Enterprise 2.0 entstehen (das von mir aus auch gerne unter dem mentalen Shortcut Social Business geführt werden darf, es geht ja mehr um die Idee als um Begrifflichkeiten, dann kann man auch eine Zeit mit verschiedenen Interpretationen leben) dann wäre ich zufrieden, es gibt ja auch genügend zu diskutieren, wie Joachim Niemeier sehe ich dort u.a.

[...] Themen wie Change Management im Kontext von Enterprise 2.0, neue Qualifikationsanforderungen zur praktischen Nutzung der neuen Arbeitsformen und die Einbindung von Enterprise 2.0 in eine längerfristige Organisationsentwicklung.

Gerade das letztere rührt an eine wunde Stelle und offene Flanke der Enterprise 2.0 Diskussion, die Frage nach der strategischen Einordnung, der Positionierung im unternehmerischen Kontext, der Frage wie Enterprise 2.0 bestehende Geschäftsmodelle und Modus Operandi von Unternehmen ändern muss und wird, wieviel sich Social Business Design vornehmen kann und soll etc. Insofern bleibt die Diskussion auch weiterhin spannend  ….

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Notizen zum ersten Enterprise 2.0 Meetup in München

Hier noch einige Notizen vom ersten Enterprise 2.0 Meetup, das ich letzte Woche in München zusammen mit Joachim Niemeier und Martina Göhring besucht habe. Doch zuerst die Slides von Joachim Niemeier zum Vortrag, auch wenn diese letztlich mehr Diskussionsanstöße waren (und das war auch durchaus beabsichtigt, irgendwo auf der A8 haben wir kurz diskutiert und festgestellt dass es sinnvoller wäre den Abend als Workshop zu gestalten, denn einen Frontalunterricht zu machen):

Oberthema des Abends sollte ein Einblick in der Stand der Einführung von Enterprise 2.0 in deutschen Unternehmen sein – auf Basis der Enterprise 2.0-Studie von Centrestage und dem LfO der Uni Stuttgart – der dann in Empfehlungen und die Diskussion von “Do’s and Dont’s” münden sollte. Ob die Teilnehmer für sich einen Elevator Pitch rausziehen konnten? Ich denke nicht, und das ist auch gut so (denn diese sind zwar manchmal hilfreich, verkürzen jedoch die wahre Komplexität von Enterprise 2.0).

Was haben wir also diskutiert? Einsatzarenen, vom generischen “besseren und emergenten, informellen Zusammenarbeiten” aka Collaboration bis zu spezifischen Aufgaben und Unternehmenesprozessen. Fallstudien, insbesondere warum deren systematische Aufbereitung so notwendig ist, aber auch den eklatanten Mangel an Geschichten des Scheiterns geteilten Erfahrungen, wie man es nicht machen sollte. Die langsame Akzeptanz (eines mittlerweile schon in die Jahre gekommenen Themas) in den Unternehmen, zwei Folgerungen daraus: 1. für einen Hype ist das Thema schon zu lange präsent und 2. realistischerweise sind die bisher verstrichenen fünf Jahre keine Zeit, d.h. Umsetzung in Unternehmenskontexten braucht immer lange (unsere Ungeduld können wir uns verzeihen, aber wenn wir in die Geschichte betrieblicher IT zurückschauen relativiert sie sich, zumal es ganz natürlich ist, dass es weniger Visionäre als Pragmatiker gibt).

Und natürlich war Implementierung, d.h. wie Enterprise 2.0 den Weg in das Unternehmen findet, ein Thema – ua. anhand der Frage ob ein Top-Down, Bottom-Up oder Up-Down Vorgehen erfolgversprechender ist (meine Meinuing ist hier klar – ohne aktive Mitwirkung und Unterstützung des Managements kann es nicht langfristig und nachhaltig funktionieren, und sei es weil ohne diese keine Skalierung machbar ist. Kurz gesagt: Management Commitment ist bei der Einführung von Enterprise 2.0 erfolgsentscheidend). Dabeben war eine länger diskutierte Frage wie der Nutzen verargumentiert werden kann. Klar, Erfolgsbeispiele (idealerweise aus der Branche) wären dabei nett, andererseits sollte man nicht vergessen dass (s.o.) mehr von den Misserfolgsbeispielen gelernt werden kann, und es zweitens immer schwer fällt für ein innovatives Thema Kopiervorlagen zu finden, denn sonst wäre es ja kein innovatives Thema mehr, nicht wahr?

Und ja – Kopiervorlagen? Blaupausen? Wichtig, ja – aber mit Bedacht zu verwenden. Natürlich kann für konkrete Nutzungsideen und betriebliche Funktionen geschaut werden was andere machen, aber die Anpassung an den eigenen betrieblichen Kontext (Mitarbeiter, Strukuren, Regelungen, Märkte, Kultur) bleibt elementar. Change Management eben. Letztlich braucht es ganz eigene Schritte, auch wenn man sich beim Planen des Pfades von Gestaltungsmustern und üblichen Vorgehensmodellen leiten lassen kann. Und spannende Möglichkeiten ergeben sich zuhauf – zum einen wie Martina schreibt indem das schon Vorhandene oder Selbstverständliche im Unternehmen aufgegriffen wird, aber auch wie ich immer wieder argumentiere indem das genutzt und umgesetzt wird, was bisher nicht oder nur schlecht zu machen war. Gerade beim letzteren ergeben sich viele Möglichkeiten mit Enterprise 2.0 Methoden und Werkzeugen, angefangen bei der Verbesserung der Kommunikationsarbeit in Projekten, dem Füllen der Lücken von klassischen Intranets durch 2.0 Elemente, der besseren Einbindung der Ideen von Mitarbeitern und Kunden usw. Mit etwas Mut und Kreativität finden sich in beiden Arenen nachhaltige und lohnende Anwendungsgebiete – d.h. wenn Enterprise 2.0 umfassend genug verstanden wird, um auch in einem (unternehmens-) strategischen Kontext diskutiert werden zu können. Das haben wir jetzt bei der Premiere des Meetup noch nicht geschafft, wäre aber – neben der spezifischeren Diskussion “Enterprise 2.0 für Unternehmensfunktion XY” – doch auch eine lohnende Herangehensweise?

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The Impending Enterprise 2.0 Software Market Consolidation – what to watch out for

I believe that much of the functionality we see in Enterprise 2.0 software today will eventually be integrated into other enterprise applications. In fact, I would not be surprised to see that beginning to happen in 2010, as the effects of the recession continue to gnaw at the business climate, making it more difficult for many vendors of stand-alone E2.0 software tools and applications to survive, much less grow.

Smart questioning in this thought-provoking piece on the Enterprise 2.0 software market by Larry Hawes. My take has two perspectives:

One is technology-related – while I assume that the shake-out will take longer than he predicts, the eventual outcome will be indeed in favor of systems with open APIs, standard-adherent mode of interconnectivity etc. It’s a good time for open source players thus too, making the situation more complex than if we were to look at “vendors” alone. But why will it take longer? Reasons include everything from vendor lock-in, a tough time for budgeting for yet another switch of systems and a general fear of “having to go through all that integration hassle” again.

Second perspective is a bit more strategically, ie. factual market consolidation will be highly dependant of how the big players proceed. Big players like Oracle, SAP and Microsoft. Yes, I am speaking of elephants in the living-room. It will be interesting to see how they (and their acquisitions) will deal with the need for integration and interplay that are emerging as needs. I guess that the winners in that bigger race have to find a way to integrate various and diverse Enterprise 2.0 software application suites into their systems. This will also mean that they have to tweak their understanding of “integrated suite” as well. Thus, E2.0 may be the virus that changes the workings and DNA of its host (in a stealthy und unexpected way?) …

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Extended social media strategies (or is it “social business design”?)

I am currently preparing two in-house social media workshops (both will be borrowing heavily from the Enterprise 2.0 playbook as well). While one will lean a bit onto social media monitoring, the other one will focus on using social media instruments for internal knowledge dissemination in yet to be formed professional social networks.

Now, I am trying to pursue an open ended and flexible approach to both talks and was thus looking around for some nifty visualizations to provide some additional structuring without being too restrictive (yes, I was shortly pondering the use of wordles too) . Honestly, there are a lot of nice looking social media whatever visualizations – including David Armano’s take on social business design which I bookmarked then and which served me as kind of starting point:

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Basically it’s a visualization that guides us onto good questions, and a lot of room for improvisation in an adaptive workshop setting too: What would businesses be like if they were truly social?:

Imagine if a company like GM, was at the core “social”. Not just participating in “social media”—but through every part of their business ecosystem, were connected—plugged into a collective consciousness made up of ALL their constituents, from employees to consumers to dealers, to assembly line work[er]s etc. What if big organizations worked the way individuals now do. We’re actively using cloud services, mobile, networks and applications that offer real time dynamic signals vs. inefficient and static e-mail exchanges. In short, imagine if what makes “Web.2.0″ revolutionary was applied to every facet of an organization transforming how we work, collaborate and communicate? We think this is possible. And we’re calling it “social business design“.

I really like that approach, for one it’s probably one small step closer to some kind of nice and “easy as it gets to explain” consultancy “products” (probably neede for the Enterprise 2.0 field to flourish, see comments #2 and#4 at the link, alas german language), second it’s incorporating a good part of the fuzzy social stuff we all know is important into the concept, while not talking tools:

[there are four] archetypes of Social Business Design:

Ecosystem - a community of connections
Hivemind - the socially calibrated mindset of individuals
Dynamic Signal – the constant multi-faceted means of collaboration
Metafilter- a method of finding signals in vast amounts of noise

Think informal social networks and their role for the real workings of organizations. Or think of the importance of “social capital”. So while some differentiation and clarification is still necessary, this may be an interesting social media (implementation) heuristic (aka “consultant’s product”).

OK, for posts on the concept see these interrelated posts (this seems to be the Dachis team together with David and Jeff Dachis, of course):

# Peter Kim: Reflections on Social Business
# Jevon MacDonald: Taking the Leap: Social Business Design

Peter Kim: Reflections on Social Business
Kate Niederhoffer: Social Business Design: a social psychologist’s take
Jevon MacDonald: Taking the Leap: Social Business Design

Especially Jevon is expanding on the intricate tasks that arise when companies become more (inter-)active, ie. matters of organization. Lately he’s been posting Understanding the role of Enterprise 2.0 and moving towards a Social Business and then Social Business Design and the Real Time Enterprise (now I get the underlying pattern behind all those scattered posts, Jevon – all the best for the dachis team).

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E20Summit introduction: Simon Wardley

Just some short notes, blogged quickly without too much editing.

Simon starts off with the notion of commodisation, aka “yesterday’new stuff becomes tomorrow’s boring”.

Yes, this chain: new -> leading edge -> products -> common utility

He offers the example of electricity, which in the beginnings offered lots of entrepreneurial opportunities, exciting stuff, but then – and in quite a short time – became “standard”.

Next up : Schumpeter, creative destruction, i.e. new stuff is the driver of change

And yes, with regard to IT: In the past it created competitive advantage, today’s it’s just a commodity, it has no more potential for strategic differentiation. Yes, it became just the “cost of doing business” / we need this just to stay in the race.

Enterprise 2.0 is the new thing, but well, only for some time. Still, we need to explore the entailed opportunities, threats and tasks to do. And that’s on the slate today for Enterprise 2.0 SUMMIT.

Simon then invites Dion to the stage, quick switch of Apple notebooks, I can post and go on to the next post.

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Wikipatterns, success factors and consulting

There’s another interesting article in the BusinessWeek feature on wikis in the enterprise, called “No Rest for the Wiki“, where short examples of corporate wikis, like e.g. Intels Intelpedia, are introduced.

Worthy to note is that these enterprise wikis started out as small maverick projects by enthusiastic proponents and evangelists, who attracted followers and traction by “word of mouth” and “giving good example”.

This resonates well with Wikipatterns, an initiative by Atlassian, makers of enterprise wiki Confluence. Wikipatterns collects and organizes common patterns and anti-patterns of wiki adoption in the enterprise. It supports wiki evangelists and wiki consultants alike, because the patterns are both generally applicable and because they help in focusing change management efforts and attention in implementation efforts. While we all know that motivating employees to contribute is an old question of people management and organizational management, wikis and other social software are putting up both new opportunities and new problems.

This is an interesting work area for social software consultants, because when companies don’t have the time (and organizational slack) to experiment, when internal wiki proponents have no (promotion and decision) power, and when manpower is lacking they can leverage their specialized knowledge and expertise.

Indeed, as a consultant my main job is in explaining to companies the hows and whys of wikis and their effective use in the enterprise, i.e. proposing adoption paths, planning implementation projects and helping to upstart and trigger wiki adoption. So guidelines, best practices and systematic sets of success factors help in the “selling” of wikis to firms, again both by internal proponents and by external consultants like me when called in to consult on wiki projects.

Moreover, I think that both bottom-up, grass-roots and management sponsored projects can profit from the collected wikipatterns. And as more and more collaboration initiatives are leaving “skunkworks-state” it becomes yet more important to know how to engage those willing to participate and those who hesitate. Again, implementation efforts that target broad internal adoption need a powerful set of tools.

But this is not all. Social software consulting in my mind also entails helping companies to embrace the collaborative nature of web 2.0, so that they can take advantage of what it offers. Hence it becomes clear that social software consultants must master a wider vision of wikis and social software, Web 2.0 and Enterprise 2.0 alike. Consultants must also reach across the fields of organizational change management, organizational design and strategy, because wiki usage is both happening in contexts and designed for tasks that are defined by organizational strategy. So creating the right environment for wikis is not restricted to some kind of change management and wiki uptaking coaching, but needs to understand and use principles, methods and tools of strategy-level consulting when due.

Let me give you just one example: strategies like Open Innovation and Mass Collaboration, where wikis and other social software can be used to facilitate collaboration. Consulting in this space may (and will) touch social software aspects, but the groundwork and basics are of an organizational (and strategic) nature. Lucky me, I am not a one-trick wiki pony, see some other areas of expertise.

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