Apropos Smarter Work – hier noch ein weiteres Interview-Video. Im Gespräch ist Harald Kiehle, der ja auch am Lotus JamCamp im April teilnehmen wird:
Wussten Sie, dass 42 % aller Mitarbeiter Entscheidungen aufgrund falscher Informationen treffen? Oder dass ein durchschnittlicher Arbeitnehmer 2 Stunden am Tag mit der Suche nach Information verbringt? Das sind 22.000 Stunden, knapp 3.000 Arbeitstage bzw. 8 Jahre bezogen auf ein komplettes Arbeitsleben.
Im Videointerview erläutert Harald Kiehle, Leiter Smarter Work bei IBM, was IBM unter dem Begriff Smarter Work versteht, welche Vorteile Unternehmen haben, wenn Sie Arbeitsabläufe und Arbeitsprozesse intelligent gestalten und welche Einstiegspunkte es für Unternehmen gibt. Zuletzt erläutert er, inwiefern sich Unternehmen ändern müssen, um ein attraktiver Arbeitgeber für Digital Natives zu sein.
Via Anika bzw. dem Lotus Twitter-Account habe ich eines der Videos, die vom #LJC Team während der CeBIT gedreht wurden gefunden. Zwar wird deutlich welches Geräuschniveau in Halle 2 herrschte, aber man kann dennoch gut folgen:
Auf der CeBIT bot sich die Gelegenheit mit Dirk Wittkopp, Vice President Developent des IBM Forschungs- und Entwicklungszentrums in Böblingen, zu sprechen. Wir haben ihn gefragt, wie in seinen Augen der Arbeitsplatz der Zukunft aussieht, wie wir mit Hilfe von Technologien, vorhandene Daten intelligenter nutzten können und wie er den Trend der Kommunikation in Echtzeit einschätzt. Im Forschungs- und Entwicklungszentrum werden täglich die Innovationen von morgen entwickelt. Deshalb unsere Frage zum Schluss: Wo geht die Reise hin?
Rund um das Thema Smarter Work sind mir zudem in den letzten Tagen ein paar weitere Inhalte aufgefallen, u.a. dieser Podcast im DRadio - Wie sich die Arbeitswelt verändert hat, mp3:
Vorbei die Zeiten, als man von der Lehre bis zur Rente im selben Betrieb arbeitete, die Stechuhr die Arbeitszeit diktierte und harte körperliche Tätigkeiten Alltag waren. Heute ist der flexible und mobile Arbeitnehmer gefragt, Rationalisierung und technischer Wandel prägen die Lebenswirklichkeit der Beschäftigten.
Sinnvoll leben unabhängig vom beruflichen Status. Von Susanne Harmsen. SWR2 Leben vom 10.02.2010 Karin Meissner war eine mustergültige berufstätige Mutter in der DDR. Zwei kleine Söhne, trotzdem Schichtdienst als Fernsehtechnikerin. Doch dann kam die Wende und die Kündigung. Als Fernsehtechnikerin hatte sie keine Chance mehr und damit ist ihre Geschichte typisch für die Postmoderne: Eine unveränderte Lebensstellung ist heute die absolute Ausnahme und das verlangt eine neue Haltung zur Arbeit, sagt der Psychotherapeut Albert Pietzko.
Beide Reportagen drehen sich zwar nicht explizit um Wissensarbeit und Co., aber insgesamt passt das doch alles sehr gut zu den Themen des Lotus JamCamps im April, und sei es weil es um lebenswerte Arbeit geht:
Arbeitsplatz der Zukunft: Was erwarten die Digital Natives, wenn sie ins Berufsleben einsteigen? Was fordert die Wirtschaft von ihnen?
Enterprise 2.0 – das vernetzte Unternehmen der Zukunft: Was bedeutet das für Unternehmen?
"where’s is the line between Social CRM and Social Media Marketing? Is Social CRM the holistic tech view as seen in the Altimeter report ? Isn’t there a difference between Social Media Marketing and Social Media Campaigning though used quite indifferently on Jacob’s post?
In the middle of all this thinking there is the notion of the "Social Customer" who is more likely to connect and conduct an open and collaborative conversation with and about a corporation, its products and its brands. While not every customer is a "social customer" the percentage of consumers and also B2B decision makers that consult social media for third party information about a company and its offering is steadily growing [...]
"DHCP der Collaboration
könnte ein ähnlicher Vermittlungsdienst sein, der die einzelnen Personen kennt, die zusammen arbeiten möchten und einen Collaboration Space bereitstellt. Entsprechend vorkonfiguriert usw… Gleichzeitig die unterschiedlichen Eigenschaften der Personen berücksichtigt.
Der Meister
Handy oder Computervernetzung. In beiden Fällen existiert zumindest für die Entscheidung des “Protokolls” eine Art Meister, der zwar inhaltlich nichts leistet, jedoch die Kommunikationsparameter definiert. Auch wenn die einzelnen Teilnehmer später gleichberechtigt sind, so ist die Aufgabe des Meisters diese Gleichheit herzustellen.
Wie könnte ein solcher Collaboration Meister aussehen? Existiert so etwas bereits? Wie sieht das Protokoll aus?"
Sehr gute Frage - ich sag mal "Nein, gibt es nicht allgemein bzw. wenn dann nur in Form von a) technokratischen oder informellen Regeln à la 'bei uns läuft es mittels Email' oder b) dem notgedrungenen Einsatz von Basistechnologien, die jeder, aber auch wirklich jeder im Zugriff hat à la 'nehmen wir doch Email'
Discovery und evtl. ein Hochschalten auf breitbandigere Kommunikations- und Kollaborationsinstrumente wäre zwar notwendig, wird aber aus meiner Sicht zu wenig gemacht (bzw. dem Zufall überlassen)
4 #twitter auch weil #twitter auch keine Lösung ist ;)